„Wer in Österreich lebt, soll auch arbeiten dürfen!“
„Frauen bewegen – Schritte zur Gleichberechtigung“: Unter diesem Motto trafen sich anlässlich des kommenden Internationalen Frauentages Frauen aus aller Welt zum Symposion im Grazer Rathaus.
Mit einem deutlichen sozial- und frauenpolitischen Statement eröffnete Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl am 5. März 2010, den zweiten Tag eines Symposions zum Weltfrauentag, im Grazer Rathaus: „Frauen sind besser ausgebildet und arbeiten mehr denn je. Trotzdem klafft die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen immer weiter auseinander. Bestens ausgebildete Migrantinnen und Migranten bekommen keine Arbeit, die ihrer Qualifikation entspricht, sondern müssen als Putzfrau oder Pflegerin arbeiten. Das sollte niemandem zugemutet werden! Die Durchlässigkeit der österreichischen Gesellschaft gegenüber ZuwanderInnen, die Offenheit gegenüber MigrantInnen und das Bekenntnis dazu bedürfen dringender Reform, hier gibt es großen Nachholbedarf. Wer in Österreich leben darf, der soll sich auch eine Arbeit suchen dürfen!“ Für diese Forderung erntete das Stadtoberhaupt spontanen Applaus der BesucherInnen des Symposions im Gemeinderatssitzungssaal.
Bgm. Mag. Siegfried Nagl mit den Organisatorinnen des Frauensymposions im Grazer Rathaus, der Unabhängigen Grazer Frauenbeauftragten Maggie Jansenberger (l) und der Leiterin des städtischen Integrationsreferats, Brigitte Köksal (r), sowie mit der Impulsreferentin Dr.in Sylvie Nantcha, Gemeinderätin in Freiburg/D.
Zum Thema „Frauen und Gerechtigkeit“ betonte Nagl, in der Stadtverwaltung und deren Beteiligungen alles daranzusetzen, um Gender Mainstreaming zu implementieren und für gleiche Entlohnung bei gleicher Tätigkeit zu sorgen. Gender Mainstreaming-Projekte der Stadt wie „Just GEM“ und „Pop up GEM“ wurden national und international ausgezeichnet. Zum Motto des zweitägigen Symposions „Frauen bewegen – Internationale Schritte zur Gleichberechtigung“ meinte der Bürgermeister: „Es wäre notwendig, dass sich viele MÄNNER in unserem Land bewegen!“
Das Symposion „Frauen bewegen“ im Grazer Gemeinderatssitzungssaal wurde vom Integrationsreferat der Stadt Graz, der Unabhängigen Frauenbeauftragten der Stadt Graz und dem „8. März-Komitee“ organisiert. Am Donnerstag, den 4. März 2010, wurde es von Univ.-Doz.in Hanna Hacker aus Wien mit dem Referat „Über die Grenze: Feministische Ansätze zu Interkulturalität und Migration“, gefolgt vom Film „Pink Taxi“, einer Dokumentation des deutschen Regisseurs Uli Gaulke über das erste ausschließlich weibliche Taxiunternehmen in Moskau, eröffnet. Am Freitag, den 5. März 2010 ging das hervorragend besuchte Treffen mit Impulsreferaten und Workshops über „Sozialen Aufstieg für Afrikanerinnen“, „Jung, Muslimisch, Weiblich“, „Frauen in der Mongolei“, „Affirmative Action als Integrationspolitik in Brasilien“, „Studieren in Österreich“ und „Migrantinnen der ersten Generation in der Kommunalpolitik & Politische Partizipation von MigrantInnen“ weiter.
Am Montag, den 8. März 2010 - am Weltfrauentag selbst - gibt es einen großen Aktionstag des Grazer „8. März-Komitees“ auf dem Hauptplatz.
Mehr Infos unter www.grazerfrauenrat.at
Foto: Stadt Graz / Fischer
Rückfragehinweis:
Angela Schick
MAGISTRAT GRAZ
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Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
und Information
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